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Heilbronn: Mittlerweile gesicherte Erkenntnisse legen Täterschaft nahe - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg

Datum: 09.11.2011

Kurzbeschreibung: Während am vergangenen Freitag nur die in einem Wohnmobil in Eisenach sichergestellten Dienstwaffen eindeutig Michelle Kiesewetter und ihrem damaligen Kollegen zugeordnet werden konnten, sind nunmehr weitere, beim Heilbronner Polizistenmord in 2007 verschwundene Gegenstände bei der tatverdächtigen Tätergruppierung aufgetaucht.

Während am vergangenen Freitag nur die in einem Wohnmobil in Eisenach sichergestellten Dienstwaffen eindeutig Michelle Kiesewetter und ihrem damaligen Kollegen zugeordnet werden konnten, sind nunmehr weitere, beim Heilbronner Polizistenmord in 2007 verschwundene Gegenstände bei der tatverdächtigen Tätergruppierung aufgetaucht. Zum einen wurde die Handschließe der erschossenen Polizistin aufgefunden und identifiziert, zum anderen konnte auch ein   Multifunktionsmesser sichergestellt werden. Ein ebensolches hatte ihr Kollege damals bei sich. Darüber hinaus befand sich in dem abgebrannten Gebäude in Zwickau eine baugleiche Waffe, mit der Michelle Kiesewetter erschossen wurde. Ob es sich bei der aufgefundenen Waffe auch um die Tatwaffe handelt, wird derzeit überprüft. Inzwischen wurde eine weitere Schusswaffe gefunden, die als zweite Tatwaffe in Betracht kommen könnte. Der bisherige Abgleich mit DNA-Spuren hat zu keiner Übereinstimmung mit den beiden tot aufgefundenen Männern geführt. „Nach den bisherigen Erkenntnissen ist es naheliegend, dass beim Polizistenmord mit Handschuhen gearbeitet wurde, so dass DNA-Spuren grundsätzlich auch nicht ohne weiteres zu erwarten sind“, so der Leiter der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Leitender Oberstaatsanwalt Frank Rebmann. Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heilbronn und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg konzentrieren sich derzeit vorallem auch auf die Frage, welche Verbindungen die Tätergruppierung nach Heilbronn hatte, aber auch auf die gestern in Zwickau festgenommene Frau. „Von ihr erhoffen wir uns weitere Angaben, die den konkreten Tathergang des Heilbronner Polizistenmords und die Motivlage der Tatbeteiligten, insbesondere ob die Tat zur Beschaffung der Waffen begangen wurde, erhellen“, so Rebmann weiter. Die Soko Parkplatz des LKA arbeitet in Thüringen und Sachsen weiterhin eng zusammen mit den Ermittlern vor Ort. Die Suche nach weiteren Beweismitteln im Brandschutt der Wohnung in Zwickau wird von Kriminaltechnikern des LKA BW zusammen mit der sächsischen Polizei intensiv fortgesetzt. LKA-Präsident Dieter Schneider: „Wir erwarten aus dieser filigranen Spurensuche weitere wichtige Erkenntnisse über die konkrete Tatbeteiligung des Trios.“ Ein weiterer Ermittlungsschwerpunkt ist die Feststellung von Bezügen der drei Personen in den Raum Heilbronn. Dazu werden alle bislang bekannten Daten und Fakten aus dem Heilbronner Polizistenmord mit den neuesten Erkenntnissen abgeglichen, zum Beispiel Personen, Ausweise, Kraftfahrzeuge oder bislang ungeklärte Straftaten. Dieter Schneider: „Unser Ziel ist es, dadurch den konkreten Bezug nach Heilbronn zur Tatzeit im April 2007 zu finden.“ Von einem dringenden Tatverdacht gegen die Frau bezüglich des Heilbronner Polizistenmords geht die Staatsanwaltschaft derzeit nicht aus. „Die Gesamtschau der Indizien lässt es als sehr wahrscheinlich erscheinen, dass der Mord an Michelle Kiesewetter aus dieser Tätergruppierung heraus verübt wurde. Jetzt gilt es die erforderlichen Beweise zu ermitteln“, sagt der Leiter der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Leitender Oberstaatsanwalt Frank Rebmann.

                       

                

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